28./29.08.2021 – Wie im letzten Jahr stand auch diesmal das Bacchus-Pokal-Turnier der TSG Wiesloch nicht nur im Zeichen des Badminton-Sports sondern auch von Corona: Hygienekonzept mit 3G-Regel, Maskenpflicht außerhalb des Courts, Abstandsregeln, Datenerfassung bei der Anmeldung (über Corona-Apps) und einiges mehr waren Voraussetzungen, um die Veranstaltung ausrichten können.

Und so lobten bei der Begrüßung am Samstag in der Stadionhalle Wiesloch neben Oberbürgermeister Elkemann auch viele andere das Ausrichtungskonzept und waren froh, dass in diesem Jahr das Bacchus-Turnier ausgetragen werden konnte. Stefan Fürstenau konnte als Abteilungsleiter der Badmintonabteilung der TSG neben Herrn Elkemann von der Stadt Wiesloch auch den Vorstand Sport der TSG Wiesloch, Martin Rattinger, und Gabi Falter von der Schirmherrin des Turniers, der Sparkasse Heidelberg, begrüßen. Sie alle unterstützen das Turnier seit langer Zeit. Die Weinhoheiten, die sonst immer beim Eröffnungsdoppel mit von der Partie sind, waren diesmal nicht zugegen, wohl auch weil das Winzerfest als Rahmenveranstaltung diesmal nicht stattfinden konnte.

Wichtig für den Ablauf waren auch die Unterstützer aus der Badminton-Szene, der Badmintonausrüster OLIVER und Thomas Herrmann, der mit seinem Servicestand „Sports & Fashion“vor Ort war.

Die Teilnehmer des Turniers – 185 Teilnehmer aus 55 Vereinen – kamen diesmal fast nur aus Deutschland, was auch der Pandemiesituation geschuldet ist. Dafür hatten sie teilweise durchaus recht weite Anreisen – z.B. aus Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und aus dem gesamten Baden-Württemberger Raum. Bemerkenswert war auch, dass besonders die A-Klasse (von Regionalliga bis Landesliga) sehr gut besetzt war. Jahrelang war diese eher das „Sorgenkind“ der Veranstalter. Dafür kamen diesmal allerdings etwas weniger Hobbyspielerinnen (C-Klasse). Die Einzelund Doppel bei den Damen konnten hier nicht ausgetragen werden, bei den Herren fand das Einzelturnier der C-Klasse auch nur außer Konkurrenz statt. Die Doppel und Mixed-Disziplinen bei den Hobbyspielern waren aber sehr gut besetzt.

Im Finale des Herreneinzels der A-Klasse setzte sich nach heftigem Schlagabtausch schließlich Pascal Histel vom BCW Hütschenhausen gegen Felix Ma vom SSW Waghäusel durch. Bemerkenswert ist aber, dass Felix Ma erst 14 Jahre alt ist. Er ist wohl eines der größten deutschen Badminton-Talente, der 2019 schon deutscher Meister U13 im Einzel und Doppel war.

Auch sehr bemerkenswert war der Erfolg von Robert Janz (BV Darmstadt) und Nicole Brückner (RV Hoch-Weisel) im Mixed (A-Klasse). Sie haben sich erst zu diesem Turnier zusammengetan, um hier anzutreten. Nicole Brückner belegte im Einzel den dritten Platz. Hier siegte Anggia Nurdin (PS Karlsruhe) vor Lara Suffel (BC Aschaffenburg). Robert Janz hatte sogar noch etwas mehr Grund zur Freude: Er gewann auch das Herrendoppel der A-Klasse – an der Seite seines Vereinskameraden Thomas Gelhausen. Das Damendoppel der A-Klasse gewannen Johanna Bietenbeck und Vanessa Peters vom TV Bensheim.

Auch aus der Region um Wiesloch gab es ein paar Erfolge zur vermelden: So erreichten Dinesh Poola und Bettina Lo von der SG Walldorf einen sehr guten 3. Platz im Mixed der A-Klasse. Der Heidelberger TV belegte ebenfalls zwei 3. Plätze in der B-Klasse: Robin Reyer im Einzel, sowie Henning Soltau und Marion Leibert im Mixed. Fahed Oudischo (SG Hemsbach) und Ella Savenkova (Fortuna Schwetzingen) konnten dieses Mixed-Tunier der B-Klasse gewinnen. Sie setzten sich im Finale gegen Jörg Paulin und Chiara Tempel aus Bensheim durch. Jörg Paulin ist schon seit etwa 20 Jahren immer wieder Teilnehmer des Bacchus-Turniers.
Sven Wilken und Daniel Badstöber vom TV Neckargemünd gewannen das Herrendoppel der B-Klasse. Und von der TSG Dossenheim kamen die Siegerinnen im Mixed der C-Klasse: Werner Huck und Sophie Jost.
Die Mannschaftswertung, den Bacchus-Pokal, sicherte sich diesmal der TV Bensheim von der Bergstraße. Wie passend: Die Bergstraße entlang des Odenwalds verbindet Darmstadt mit Wiesloch, und ebnete quasi den Weg des diesjährigen Siegers – und des Zweitplatzierten.
Den Pokal gewinnt, wer die meisten Spitzenplatzierungen (gestaffelt von Platz 1-3) als Verein erreicht. Pokalverteidiger aus dem letzten Jahr war der 1. BCW Hütschenhausen aus Rheinland-Pfalz (in der Nähe von Kaiserslautern). Dieser wurde in diesem Jahr jedoch nur 10. Die Bensheimer gewannen mit 15 Punkten vor dem BV Darmstadt (12,5 Punkte) und BC Spöck (7 Punkte).
Von Verletzungen während des Turniers blieben die Teilnehmer diesmal – soweit bekannt -weitestgehend verschont, und es bleibt auch zu hoffen, dass alle gut nach Hause gekommen sind und im nächsten Jahr wieder beim 45. Bacchus-Turnier in Wiesloch begrüßt werden können. Möge es dann das erste Bacchus-Turnier nach der Pandemie sein.

von Matthias Fell

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