Dass es ein spannendes und umkämpftes Spiel gegen Bretten werden würde, war der 1. Damenmannschaft aus Wiesloch klar – wie umkämpft es tatsächlich werden würde, zeigte auch schon der 1. Ballwechsel. Mehrere male überquerte der Ball das Netz bevor die Damen aus Bretten dann den entscheidenden Angriff versenken konnten. Der 1. Satz war bis zur Satzmitte recht ausgeglichen, wobei Wiesloch stetig einem kleinen Rückstand von 2-3 Punkten hinterherlief. Da Bretten kaum Schwächen in ihrem Abwehrsystem zeigte und einen starken Block zu bieten hatte, fiel es den Wieslocher Damen schwer, die entscheidenden Punkte zu setzen. Ausschlaggebend für den Verlust des 1. Satzes mit einem Spielstand von 19:25 war dann der doch zu starke Angriff der gegnerischen Mittelblockerin. Trainer Stefan Koch fand glücklicherweise in der Satzpause die passenden Worte, um seinen Damen den entscheidenden Motivationsschub zu geben und brachte mit dem Wechsel der Zuspielerin die nötige Veränderung, um die Gegner aus dem Konzept zu bringen. Der 2. Satz war geprägt von Aufschlagserien: Zuspielerin Rojda Palantöken sorgte gleich mit 5 Knaller-Aufschlägen zu Satzbeginn für den ersten größeren Vorsprung, dem Mittelblockerin Franzi Wiederkehr dann noch eins draufsetzte und die Brettener Damen mit 9 grandiosen und variantenreichen Aufschlägen schier aus der Halle katapultierte. Dem Verlust des 2. Satzes ins Auge schauend, zog der Trainer aus Bretten ein Ass aus dem Ärmel – sein Spielerwechsel am Aufschlag hatte einen direkten 7-Punkte-Verlust für Wiesloch zur Folge. Kurzzeitig aus dem Konzept gebracht, schaffte es Trainer Stefan in der Auszeit seine Damen wieder zu fokussieren, so dass sie mit platzierten Angriffen von Amelie Kraut und Christiane Klein den Satz dann doch sicher mit 25:14 für sich verbuchen konnten. Anscheinend fand auch der Trainer der gegnerischen Mannschaft passende Worte in der Satzpause, denn gleich zu Beginn des 3. Satzes war klar, dass sich die Brettener Damen wieder gesammelt hatten. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und vor allem die starke Blockarbeit der Mittelblockerinnen Franzi Wiederkehr und Dagmar Knaus neutralisierten weitestgehend die starke gegnerische Mittelangreiferin und verhinderten somit eine Wiederholung des 1. Satzes. Die Einwechslung von Isabell Miersch mit einer Aufschlagserie brachte dann den entscheidenden kleinen Vorsprung, der schließlich zum knappen Satzgewinn von 25:23 führte. Der 4. Satz war an Spannung kaum überbietbar – Punkt um Punkt wurde gekämpft – Wiesloch wollte diesen Satz und damit das Spiel gewinnen. Die konstant gute Annahme und Abwehr der Libera Gisela Schaal bildeten die Grundlage dafür. Bei 25:25 behielten dann vor allem Christiane Klein und Sibylle Heil ihre Nerven und setzten trickreich ihre Angriffe in die Löcher des Gegners, so dass die Wieslocher Damen den Satz dann 27:25 und damit das Spiel 3:1 glorreich gewinnen konnten. Die 1. Damenmannschaft aus Wiesloch verabschiedet sich damit als Herbstmeister in die Winterpause und wünscht allen fröhliche Weihnachten.