Am 9.11.2019 ging es für die stark ersatzgeschwächten Wieslocherinnen nach Eppingen zum zweiten Spieltag der U-20 Verbandsliga. Nach einem soveränen ersten Platz am ersten Spieltag traf man in der Gruppenphase auf die Aufsteiger aus Sinsheim und Eppingen, während die bislang größten Kontrahenten TV Brötzingen, SSV Vogelstang und TV Bretten in der zweiten Gruppe um den Einzug ins Finale kämpften. Im ersten Spiel gegen den SV Sinsheim zeigte sich der Personalmangel, da man ohne Zuspielerin anreisen musste. Entsprechend musste Trainer Lukas Dorer improvisierten und lies Außenangreiferin Tabea zuspielen, die die neue Rolle gut annahm. Doch die Aufsteiger aus Sinsheim, die sich mit einigen ehemaligen Wieslocherinnen verstärken konnten, kamen ebenfalls gut in die Partie und konnten das Spiel offen gestalten. So blieb es bis zum Ende beim Stand von 23:23 spannend. Zum Schluss fehlte es den Wieslocherinnen ein wenig an Glück, zwei unberechenbare Bälle führten zu Punkten für die stark kämpfenden Sinsheimerinnen, die damit den ersten Satz für sich entscheiden konnten. Im zweiten Satz konnte man dann leider nicht an die ordentliche Leistung aus dem ersten Satz anknüpfen. Der sehr starke Aufschlag der Sinsheimerinnen stellte die Wieslocher immer wieder vor große Herausforderungen und so musste man Sinsheim bereits früh davonziehen lassen. Trotz viel gutem Einsatz ging der Satz am Ende dann deutlich mit 25:16 verloren, womit Sinsheim zum Favoriten für den Gruppensieg wurde. Im zweiten Spiel gegen die Gastgeber aus Eppingen musste nun ein Sieg her, um im Gesamtranking nicht zu weit hinter der Konkurrenz zurückzufallen. Eine weitere Umstellung auf ein vereinfachtes Spielsystem mit Emilia und Jannika als Zuspieler brachte neue Ruhe in das Wieslocher Spiel, die starken Angriffe von Juliane, Amelie, Maret und Tabea, sowie die gute gemeinsame Feldverteidigung führten immer wieder zu Punktgewinnen. So stand am Ende ein deutliches 25:18 zu Buche. Im zweiten Satz stellten sich die Eppinger dann besser auf das improvisierte Spiel der Wieslocherinnen ein. Nach einer starken Aufschlagserie von Eppingen zum Stand von 14:4 für die Gastgeber schien der Satz schon entschieden, doch die Wieslocherinnen gaben nicht auf und kämpften sich weiter Punkt um Punkt heran. Bei 20:20 hatte man den Ausgleich geschafft, in der anschließend hart umkämpften Schlussphase zahlte sich dann die Ruhe und Erfahrung der Wieslocherinnen aus, die den Satz mit 25:22 zum 2:0 Sieg über Eppingen für sich entscheiden konnten. Nun ging es im Überkreuzspiel gegen die starken Brettenerinnen, die zuvor noch knapp die langjährigen zweiten aus Vogelstang geschlagen hatten. Wieder stellte Trainer Lukas Dorer um und ließ seine Hauptangreifer Amelie und Juliane zuspielen, um Emilia und Jannika wieder für den Mittelangriff frei zu machen. Das Konzept ging voll auf, die Wieslocherinnen spielten umsichtig und konzentriert, setzten Bretten mit ihren starken Aufschlägen unter Druck und verteidigten die gegnerischen Angriffe souverän. Ein klarer 25:20 Sieg im ersten Satz war der wohlverdiente Lohn für das gute Spiel. Doch Bretten steckte nicht auf. Im zweiten Satz organisierte Bretten sein Spiel neu und schlug besser auf, was die Wieslocher Hintermannschaft öfter deutlich in Bedrängnis brachte. Auch griffen die Wieslocherinnen nicht mehr so mutig an wie im ersten Durchgang und konnten so nicht ausreichend Druck auf die Brettener Damen ausüben. Bretten konnte seinen Vorsprung über den Satz immer weiter ausbauen und lag schnell mit 8 Punkten vorne. Trotz der im Spiel zuvor geschafften Aufholjagd, die noch in allen Köpfen war, konnte Bretten seine Führung verteidigen und den zweiten Satz deutlich mit 25:17 für sich entscheiden. So ging man in den Tie Break im Spiel um Platz 3, auf Grund des personellen Engpasses in unveränderter Aufstellung. Bretten legte sofort stark los und konnte sich eine 8:4 Führung erspielen. Doch dank starker Aufschläge der Wieslocherinnen konnte man die Führung schnell beim Stand von 10:10 ausgleichen. Bretten kämpfte hart und erzielte dank starker Außenangriffe in Folge 4 Punkte, womit Wiesloch der schier unmöglichen Aufgabe der Abwehr von 4 Matchbällen entgegenstand. Eine gute Blockaktion der Wieslocherinnen brachte nochmal Emilia an den Aufschlag, die mit ihren starken Aufschlägen die Brettenerinnen unter Druck setzte. Matchball 2 und 3 wurden abgewehrt, ein starker Angriff über die Wieslocher Diagonalposition brachte den kaum erträumten Ausgleich zum 14:14. Ein weiterer guter Aufschlag von Emilia, der anschließende Angriff wurde erfolgreich geblockt und Wiesloch feierte seinen ersten eigenen Matchball in diesem intensiven kleinen Finale. Doch der eigene Matchball ging verloren, 15:15 und alles war wieder offen. Jetzt zeigte sich die große Erfahrung unserer Diagonalspieler und unserer eigentlichen Libera, die ruhig und besonnen aus der Annahme in den eigenen Angriff schalteten und den Ball im gegnerischen Feld versenkten. 16:15, wieder Matchball für Wiesloch. Dank der scharfen Hereingabe auf die Brettener konnten diese keinen ordentlichen Angriff aufbauen und gaben den Ball drucklos an Wiesloch ab, wo wieder einmal die Diagonalposition den Unterschied machte und den Ball sicher im langen Eck zum 2:1 Sieg versenkte. Damit erreichte die Wieslocher U20 einen guten dritten Platz und liegt nun knapp hinter dem Turniersieger aus Brötzingen auf einem der beiden Qualifikationsplätzen für die Süddeutschen Meisterschaften.